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Rechnungspflichtangaben nach Ländern: Was auf jede Rechnung gehört (2026)

8 Min. LesezeitVon InvoiNova Team

Rechnungsanforderungen unterscheiden sich stärker als erwartet

Kurze Antwort: Jede Rechnung muss Verkäufer-/Käuferdaten, eine eindeutige Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung und eine aufgeschlüsselte Steuer enthalten. Darüber hinaus ergänzt jedes Land eigene Pflichtfelder: Deutschland verlangt Steuernummer und Leistungszeitraum (§14 UStG); Spanien verlangt NIF und IVA-Aufschlüsselung mit IRPF für Freiberufler; Frankreich verlangt SIRET und den Mahnkostenhinweis; das UK verlangt die VAT-Registrierungsnummer; Serbien, Kroatien und Bosnien haben eigene Steuer-IDs.

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Eine professionell aussehende Rechnung ist nicht dasselbe wie eine gesetzeskonforme Rechnung. Finanzbehörden in Deutschland, Spanien, Frankreich und anderen Ländern können den Vorsteuerabzug ablehnen — oder Bußgelder verhängen — wenn Pflichtangaben fehlen.


Ländervergleich auf einen Blick

FeldUKDEESFRPTRSHRBA
Name + Adresse Verkäufer
Name + Adresse Käufer✅ B2B✅ B2B✅ B2B✅ B2B✅ B2B✅ B2B✅ B2B
Rechnungsnummer (fortlaufend)
Rechnungsdatum
Liefer-/Leistungsdatumwenn abweichend
Steuer-ID VerkäuferVAT-Nr.Steuernr./USt-IdNrNIFSIRET/TVA-Nr.NIFPIBOIBJIB
Steuer-ID Käufer (B2B)VAT-Nr.NIFTVA-Nr.NIFPIBOIBJIB
Nettobetrag
Steuersatz + Steuerbetrag✅ VAT✅ MwSt✅ IVA✅ TVA✅ IVA✅ PDV✅ PDV✅ PDV
Bruttobetrag
Einkommensteuer (Freiberufler)IRPF ✅IRS-Einbehalt
Mahnkostenhinweis✅ Pflicht
Digitaler PrüfcodeTicketBAI*ATCUD ✅JIR/ZKI ✅
Hinweis bei USt-Befreiung✅ Kleinunternehmer✅ art. 293B✅ art. 9 CIVA

*TicketBAI gilt im Baskenland, Navarra und bestimmten Schwellenwerten.


Großbritannien

Rechtsgrundlage: HMRC VAT Notice 700/11

Pflichtangaben (umsatzsteuerpflichtige Unternehmen)

  • Name, Adresse und USt-Registrierungsnummer des Lieferanten
  • Name und Adresse des Käufers
  • Eindeutige fortlaufende Rechnungsnummer
  • Rechnungsdatum und Steuerzeitpunkt (wenn abweichend)
  • Leistungsbeschreibung
  • Nettobetrag, USt-Satz, USt-Betrag, Bruttobetrag

Verwenden Sie die InvoiNova United Kingdom-Vorlage für korrekte GBP-Formatierung und VAT-Beschriftungen.


Deutschland

Rechtsgrundlage: §14 Umsatzsteuergesetz (UStG)

Pflichtangaben

  • Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  • Steuernummer oder USt-IdNr des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Art und Menge der gelieferten Gegenstände / Art und Umfang der sonstigen Leistungen
  • Leistungszeitraum oder Lieferdatum — Pflicht, auch wenn identisch mit dem Rechnungsdatum
  • Entgelt aufgeteilt nach Steuersätzen (Nettobetrag)
  • MwSt-Satz und MwSt-Betrag
  • Bruttobetrag

Kleinunternehmer (§19 UStG)

Pflichthinweis: "Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Keine USt-Zeile auf der Rechnung.

Reverse Charge (EU-B2B)

Hinweis: "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers."

Kleinbetragsrechnung (bis €250)

Vereinfachte Rechnung: Angaben des Lieferanten, Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung, Bruttobetrag und USt-Satz — Käuferdaten und Nettoaufschlüsselung nicht erforderlich.

Verwenden Sie die InvoiNova Deutschland-Vorlage für MwSt-Beschriftungen, DD.MM.YYYY-Datumsformat und IBAN/BIC-Felder.


Spanien

Rechtsgrundlage: Reglamento de Facturación (Real Decreto 1619/2012)

Pflichtangaben

  • Rechnungsnummer und Serie
  • Ausstellungsdatum
  • Name und NIF (Número de Identificación Fiscal) des Ausstellers
  • Name, NIF und Adresse des Empfängers (B2B Pflicht; B2C über €3.005,06)
  • Leistungsbeschreibung; Leistungsdatum wenn abweichend
  • Steuerbemessungsgrundlage (base imponible)
  • IVA-Satz (21%, 10% oder 4%) und IVA-Betrag
  • Gesamtbetrag

IRPF (Freiberufler und selbstständige Professionals)

Freiberufler, die spanischen Unternehmen Rechnungen stellen, müssen IRPF-Quellensteuer einbehalten:

  • Standardsatz: 15% (wird vom Rechnungsbetrag abgezogen)
  • Erstjahressatz: 7% (gilt im Gründungsjahr + 2 Folgejahre)

Die IRPF-Zeile erscheint als negativer Betrag auf der Rechnung.

Verwenden Sie die InvoiNova Spanien-Vorlage für IVA- und IRPF-Felder.


Frankreich

Rechtsgrundlage: Code Général des Impôts (CGI), Artikel 289 und 289 bis

Pflichtangaben

  • Name, Adresse und SIRET-Nummer des Lieferanten
  • Numéro de TVA intracommunautaire (wenn umsatzsteuerpflichtig)
  • Name und Adresse des Kunden; EU-USt-IdNr des Kunden (für intra-EU B2B)
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Ausstellungsdatum
  • Leistungsbeschreibung; Menge und Nettostückpreis
  • TVA-Satz (20%, 10%, 5,5% oder 2,1%) und TVA-Betrag
  • Nettobetrag und Bruttobetrag
  • Zahlungsbedingungen und Fälligkeitsdatum
  • Pflichthinweis: "En cas de retard de paiement, application d'une pénalité de [Satz]% et d'une indemnité forfaitaire de recouvrement de 40 €."

Auto-entrepreneur / Micro-entrepreneur (TVA-befreit)

Hinweis: "TVA non applicable, article 293 B du CGI."


Portugal

Rechtsgrundlage: Código do IVA (CIVA)

Pflichtangaben

  • Name, Adresse und NIF (Número de Identificação Fiscal) des Lieferanten
  • NIF des Kunden — B2B Pflicht; B2C über €1.000
  • Fortlaufende Rechnungsnummer; Ausstellungsdatum; Leistungsdatum wenn abweichend
  • Leistungsbeschreibung; Menge und Nettostückpreis
  • IVA-Satz (23%, 13% oder 6%) und IVA-Betrag; Netto- und Bruttobetrag

ATCUD (Pflicht seit 2023)

Alle Rechnungen müssen einen ATCUD-Code enthalten — einen eindeutigen Dokumentencode, der von zertifizierter Abrechnungssoftware generiert wird.


Serbien

Rechtsgrundlage: PDV-Gesetz, Buchführungsgesetz

Pflichtangaben

  • Name, Adresse, PIB (Steueridentifikationsnummer) und Matrikelnummer (MB) des Ausstellers
  • Rechnungsnummer und -datum; Leistungsdatum (Datum prometa) — Pflicht, auch bei Übereinstimmung mit Rechnungsdatum
  • Name, Adresse und PIB des Käufers (B2B)
  • Leistungsbeschreibung; Menge und Nettopreis
  • PDV-Satz (20% Standard, 10% ermäßigt) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag

Verwenden Sie die InvoiNova Serbien-Vorlage für PIB/MB-Felder und serbische Beschriftungen.


Kroatien

Rechtsgrundlage: PDV-Gesetz, Fiskalisierungsgesetz

Pflichtangaben

  • Name, Adresse und OIB (persönliche Identifikationsnummer) des Ausstellers
  • Name, Adresse und OIB des Käufers (B2B)
  • Rechnungsnummer im Fiskalisierungsformat (z.B. 1/1/1: Nr./Gerät/Geschäftsstelle)
  • Rechnungsdatum und Lieferdatum
  • Leistungsbeschreibung; Menge und Nettopreis
  • PDV-Satz (25% Standard, 13%, 5%) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag

Fiskalisierung

  • JIR (Jedinstveni identifikator računa) — eindeutiger Rechnungsidentifikator aus dem ePorezna-System
  • ZKI (Zaštitni kod izdavatelja) — Schutzcode des Ausstellers für Barzahlungen

Verwenden Sie die InvoiNova Kroatien-Vorlage für OIB-Felder und kroatische PDV-Beschriftungen.


Bosnien und Herzegowina

Rechtsgrundlage: BiH PDV-Gesetz

Pflichtangaben

  • Name, Adresse und JIB (Einheitliche Identifikationsnummer) des Lieferanten
  • PDV-Nummer (wenn umsatzsteuerpflichtig)
  • Name, Adresse und JIB des Käufers (B2B)
  • Rechnungsnummer und -datum; Leistungsdatum
  • Leistungsbeschreibung; Nettobetrag
  • PDV-Satz (17% — BiH hat einen einheitlichen Standardsatz) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag

Verwenden Sie die InvoiNova Bosnien-Vorlage für JIB-Felder und bosnische Beschriftungen.


Wie InvoiNova diese Anforderungen abdeckt

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Weiterführend: Was muss auf eine Rechnung · Rechnungsnummern richtig vergeben · Zahlungsbedingungen auf Rechnungen · UK · Deutschland · Spanien · Frankreich · Portugal · Serbien · Kroatien · Bosnien

FAQ

Häufig gestellte Fragen

In allen beschriebenen Ländern muss jede Rechnung enthalten: Name und Adresse des Verkäufers, Name und Adresse des Käufers (B2B), eine eindeutige Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Leistungsbeschreibung, Beträge (netto, Steuer, brutto) sowie Steuersatz. Länderspezifische Zusätze: Steuer-IDs, Leistungszeitraum und digitale Prüfcodes.