Rechnungspflichtangaben nach Ländern: Was auf jede Rechnung gehört (2026)
Rechnungsanforderungen unterscheiden sich stärker als erwartet
Kurze Antwort: Jede Rechnung muss Verkäufer-/Käuferdaten, eine eindeutige Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung und eine aufgeschlüsselte Steuer enthalten. Darüber hinaus ergänzt jedes Land eigene Pflichtfelder: Deutschland verlangt Steuernummer und Leistungszeitraum (§14 UStG); Spanien verlangt NIF und IVA-Aufschlüsselung mit IRPF für Freiberufler; Frankreich verlangt SIRET und den Mahnkostenhinweis; das UK verlangt die VAT-Registrierungsnummer; Serbien, Kroatien und Bosnien haben eigene Steuer-IDs.
— Ausprobieren —
Was möchten Sie jetzt erstellen?
Ohne Anmeldung · 100% kostenlos · PDF im Browser
Eine professionell aussehende Rechnung ist nicht dasselbe wie eine gesetzeskonforme Rechnung. Finanzbehörden in Deutschland, Spanien, Frankreich und anderen Ländern können den Vorsteuerabzug ablehnen — oder Bußgelder verhängen — wenn Pflichtangaben fehlen.
Ländervergleich auf einen Blick
| Feld | UK | DE | ES | FR | PT | RS | HR | BA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name + Adresse Verkäufer | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Name + Adresse Käufer | ✅ B2B | ✅ | ✅ B2B | ✅ B2B | ✅ B2B | ✅ B2B | ✅ B2B | ✅ B2B |
| Rechnungsnummer (fortlaufend) | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Rechnungsdatum | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Liefer-/Leistungsdatum | — | ✅ | ✅ | — | wenn abweichend | ✅ | ✅ | ✅ |
| Steuer-ID Verkäufer | VAT-Nr. | Steuernr./USt-IdNr | NIF | SIRET/TVA-Nr. | NIF | PIB | OIB | JIB |
| Steuer-ID Käufer (B2B) | VAT-Nr. | — | NIF | TVA-Nr. | NIF | PIB | OIB | JIB |
| Nettobetrag | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Steuersatz + Steuerbetrag | ✅ VAT | ✅ MwSt | ✅ IVA | ✅ TVA | ✅ IVA | ✅ PDV | ✅ PDV | ✅ PDV |
| Bruttobetrag | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Einkommensteuer (Freiberufler) | — | — | IRPF ✅ | — | IRS-Einbehalt | — | — | — |
| Mahnkostenhinweis | — | — | — | ✅ Pflicht | — | — | — | — |
| Digitaler Prüfcode | — | — | TicketBAI* | — | ATCUD ✅ | — | JIR/ZKI ✅ | — |
| Hinweis bei USt-Befreiung | ✅ | ✅ Kleinunternehmer | ✅ | ✅ art. 293B | ✅ art. 9 CIVA | ✅ | ✅ | ✅ |
*TicketBAI gilt im Baskenland, Navarra und bestimmten Schwellenwerten.
Großbritannien
Rechtsgrundlage: HMRC VAT Notice 700/11
Pflichtangaben (umsatzsteuerpflichtige Unternehmen)
- Name, Adresse und USt-Registrierungsnummer des Lieferanten
- Name und Adresse des Käufers
- Eindeutige fortlaufende Rechnungsnummer
- Rechnungsdatum und Steuerzeitpunkt (wenn abweichend)
- Leistungsbeschreibung
- Nettobetrag, USt-Satz, USt-Betrag, Bruttobetrag
Verwenden Sie die InvoiNova United Kingdom-Vorlage für korrekte GBP-Formatierung und VAT-Beschriftungen.
Deutschland
Rechtsgrundlage: §14 Umsatzsteuergesetz (UStG)
Pflichtangaben
- Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
- Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers
- Steuernummer oder USt-IdNr des leistenden Unternehmers
- Ausstellungsdatum
- Fortlaufende Rechnungsnummer
- Art und Menge der gelieferten Gegenstände / Art und Umfang der sonstigen Leistungen
- Leistungszeitraum oder Lieferdatum — Pflicht, auch wenn identisch mit dem Rechnungsdatum
- Entgelt aufgeteilt nach Steuersätzen (Nettobetrag)
- MwSt-Satz und MwSt-Betrag
- Bruttobetrag
Kleinunternehmer (§19 UStG)
Pflichthinweis: "Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Keine USt-Zeile auf der Rechnung.
Reverse Charge (EU-B2B)
Hinweis: "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers."
Kleinbetragsrechnung (bis €250)
Vereinfachte Rechnung: Angaben des Lieferanten, Rechnungsnummer, Datum, Leistungsbeschreibung, Bruttobetrag und USt-Satz — Käuferdaten und Nettoaufschlüsselung nicht erforderlich.
Verwenden Sie die InvoiNova Deutschland-Vorlage für MwSt-Beschriftungen, DD.MM.YYYY-Datumsformat und IBAN/BIC-Felder.
Spanien
Rechtsgrundlage: Reglamento de Facturación (Real Decreto 1619/2012)
Pflichtangaben
- Rechnungsnummer und Serie
- Ausstellungsdatum
- Name und NIF (Número de Identificación Fiscal) des Ausstellers
- Name, NIF und Adresse des Empfängers (B2B Pflicht; B2C über €3.005,06)
- Leistungsbeschreibung; Leistungsdatum wenn abweichend
- Steuerbemessungsgrundlage (base imponible)
- IVA-Satz (21%, 10% oder 4%) und IVA-Betrag
- Gesamtbetrag
IRPF (Freiberufler und selbstständige Professionals)
Freiberufler, die spanischen Unternehmen Rechnungen stellen, müssen IRPF-Quellensteuer einbehalten:
- Standardsatz: 15% (wird vom Rechnungsbetrag abgezogen)
- Erstjahressatz: 7% (gilt im Gründungsjahr + 2 Folgejahre)
Die IRPF-Zeile erscheint als negativer Betrag auf der Rechnung.
Verwenden Sie die InvoiNova Spanien-Vorlage für IVA- und IRPF-Felder.
Frankreich
Rechtsgrundlage: Code Général des Impôts (CGI), Artikel 289 und 289 bis
Pflichtangaben
- Name, Adresse und SIRET-Nummer des Lieferanten
- Numéro de TVA intracommunautaire (wenn umsatzsteuerpflichtig)
- Name und Adresse des Kunden; EU-USt-IdNr des Kunden (für intra-EU B2B)
- Fortlaufende Rechnungsnummer
- Ausstellungsdatum
- Leistungsbeschreibung; Menge und Nettostückpreis
- TVA-Satz (20%, 10%, 5,5% oder 2,1%) und TVA-Betrag
- Nettobetrag und Bruttobetrag
- Zahlungsbedingungen und Fälligkeitsdatum
- Pflichthinweis: "En cas de retard de paiement, application d'une pénalité de [Satz]% et d'une indemnité forfaitaire de recouvrement de 40 €."
Auto-entrepreneur / Micro-entrepreneur (TVA-befreit)
Hinweis: "TVA non applicable, article 293 B du CGI."
Portugal
Rechtsgrundlage: Código do IVA (CIVA)
Pflichtangaben
- Name, Adresse und NIF (Número de Identificação Fiscal) des Lieferanten
- NIF des Kunden — B2B Pflicht; B2C über €1.000
- Fortlaufende Rechnungsnummer; Ausstellungsdatum; Leistungsdatum wenn abweichend
- Leistungsbeschreibung; Menge und Nettostückpreis
- IVA-Satz (23%, 13% oder 6%) und IVA-Betrag; Netto- und Bruttobetrag
ATCUD (Pflicht seit 2023)
Alle Rechnungen müssen einen ATCUD-Code enthalten — einen eindeutigen Dokumentencode, der von zertifizierter Abrechnungssoftware generiert wird.
Serbien
Rechtsgrundlage: PDV-Gesetz, Buchführungsgesetz
Pflichtangaben
- Name, Adresse, PIB (Steueridentifikationsnummer) und Matrikelnummer (MB) des Ausstellers
- Rechnungsnummer und -datum; Leistungsdatum (Datum prometa) — Pflicht, auch bei Übereinstimmung mit Rechnungsdatum
- Name, Adresse und PIB des Käufers (B2B)
- Leistungsbeschreibung; Menge und Nettopreis
- PDV-Satz (20% Standard, 10% ermäßigt) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag
Verwenden Sie die InvoiNova Serbien-Vorlage für PIB/MB-Felder und serbische Beschriftungen.
Kroatien
Rechtsgrundlage: PDV-Gesetz, Fiskalisierungsgesetz
Pflichtangaben
- Name, Adresse und OIB (persönliche Identifikationsnummer) des Ausstellers
- Name, Adresse und OIB des Käufers (B2B)
- Rechnungsnummer im Fiskalisierungsformat (z.B. 1/1/1: Nr./Gerät/Geschäftsstelle)
- Rechnungsdatum und Lieferdatum
- Leistungsbeschreibung; Menge und Nettopreis
- PDV-Satz (25% Standard, 13%, 5%) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag
Fiskalisierung
- JIR (Jedinstveni identifikator računa) — eindeutiger Rechnungsidentifikator aus dem ePorezna-System
- ZKI (Zaštitni kod izdavatelja) — Schutzcode des Ausstellers für Barzahlungen
Verwenden Sie die InvoiNova Kroatien-Vorlage für OIB-Felder und kroatische PDV-Beschriftungen.
Bosnien und Herzegowina
Rechtsgrundlage: BiH PDV-Gesetz
Pflichtangaben
- Name, Adresse und JIB (Einheitliche Identifikationsnummer) des Lieferanten
- PDV-Nummer (wenn umsatzsteuerpflichtig)
- Name, Adresse und JIB des Käufers (B2B)
- Rechnungsnummer und -datum; Leistungsdatum
- Leistungsbeschreibung; Nettobetrag
- PDV-Satz (17% — BiH hat einen einheitlichen Standardsatz) und PDV-Betrag; Gesamtbetrag
Verwenden Sie die InvoiNova Bosnien-Vorlage für JIB-Felder und bosnische Beschriftungen.
Wie InvoiNova diese Anforderungen abdeckt
InvoiNova bietet Sprachvorlagen und benutzerdefinierte Felder für alle beschriebenen länderspezifischen Anforderungen. Wählen Sie die passende Vorlage und starten Sie sofort — ohne Konto, kostenlos.
Konforme Rechnung kostenlos erstellen →
Weiterführend: Was muss auf eine Rechnung · Rechnungsnummern richtig vergeben · Zahlungsbedingungen auf Rechnungen · UK · Deutschland · Spanien · Frankreich · Portugal · Serbien · Kroatien · Bosnien
FAQ
Häufig gestellte Fragen
In allen beschriebenen Ländern muss jede Rechnung enthalten: Name und Adresse des Verkäufers, Name und Adresse des Käufers (B2B), eine eindeutige Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Leistungsbeschreibung, Beträge (netto, Steuer, brutto) sowie Steuersatz. Länderspezifische Zusätze: Steuer-IDs, Leistungszeitraum und digitale Prüfcodes.
Wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind — ja. Wenn Sie Kleinunternehmer nach §19 UStG sind, dürfen Sie keine USt ausweisen, müssen aber den entsprechenden Hinweis auf der Rechnung vermerken.
Ja. B2B-Rechnungen erfordern in der Regel mehr Pflichtfelder — die Steuer-ID des Käufers (USt-IdNr, OIB, PIB, NIF usw.) ist in den meisten Ländern für Geschäftskunden Pflicht.
Ja. InvoiNova enthält Sprachvorlagen für Deutschland (MwSt, Steuernummer, DD.MM.YYYY), Spanien (IVA, IRPF, NIF), Frankreich (TVA, SIRET), UK (VAT), Serbien (PDV, PIB), Kroatien (PDV, OIB), Bosnien (PDV, JIB) und Portugal (IVA, NIF).