Was muss auf eine Rechnung? Die vollständige Checkliste
Einleitung
Ein fehlendes Feld auf einer Rechnung kann die Zahlung verzögern, Compliance-Probleme auslösen oder Streitigkeiten verursachen. Diese Checkliste deckt alles ab, was eine professionelle Rechnung enthalten sollte — ob Freelancer, Auftragnehmer oder Kleinunternehmer.
Die wesentliche Rechnungscheckliste
1. Das Wort "Rechnung"
Kennzeichnen Sie das Dokument oben klar als "Rechnung". Dies unterscheidet es von Angeboten, Quittungen oder anderen Dokumenten.
2. Rechnungsnummer
Eine eindeutige fortlaufende Nummer für jede Rechnung. Erforderlich für Ihre Buchhaltungsunterlagen und oft von den Finanzabteilungen der Kunden angefordert.
Gutes Format: 2026-042 oder RE-2026-042
3. Rechnungsdatum
Das Datum der Rechnungsausstellung. Dies ist der Ausgangspunkt für die Berechnung des Fälligkeitsdatums.
4. Fälligkeitsdatum
Wann die Zahlung erwartet wird. Ohne Fälligkeitsdatum zahlen Kunden nach eigenem Ermessen. Übliche Fristen: 14 oder 30 Tage.
5. Ihre Angaben
- Vollständiger Name oder Firmenname
- Adresse
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer (optional, aber hilfreich)
- Steuernummer / USt-IdNr. (falls zutreffend)
6. Name und Adresse des Kunden
Der vollständige Rechtsname und die Rechnungsadresse der Person oder des Unternehmens, dem Sie Rechnung stellen. Muss mit deren offiziellen Unterlagen für Buchführungszwecke übereinstimmen.
7. Leistungsbeschreibung
Für jede Position:
- Klare Beschreibung der erbrachten Leistung
- Menge (Stunden, Einheiten, Tage)
- Einzelpreis
- Gesamtbetrag der Position
Vermeiden Sie vage Beschreibungen wie "erbrachte Leistungen." Stattdessen: "Webdesign — 12 Stunden à 75 €/Stunde."
8. Zwischensumme
Die Summe aller Positionen vor Steuern oder Rabatten.
9. Steuern (MwSt. oder andere)
Wenn Sie MwSt. berechnen:
- MwSt.-Satz (z. B. 19 %)
- MwSt.-Betrag
- Ob Preise netto (vor MwSt.) oder brutto (inkl. MwSt.) angegeben sind
Wenn Sie Kleinunternehmer sind, vermerken Sie: "Kein Ausweis von Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG."
10. Rabatte (falls vorhanden)
Wenn Sie einen Rabatt gewähren, zeigen Sie ihn klar — den Originalpreis, den Rabattprozentsatz oder -betrag und den neuen Gesamtbetrag.
11. Gesamtbetrag
Der endgültige Betrag, den der Kunde schuldet, inklusive aller Steuern und nach allen Rabatten.
12. Währung
Geben Sie immer die Währung an, besonders bei internationalen Kunden. Machen Sie keine Annahmen — seien Sie explizit: EUR, USD, GBP.
13. Zahlungsanweisungen
Wie soll der Kunde zahlen? Geben Sie an:
- Bankname und Kontonummer (IBAN, BIC/SWIFT für internationale Transaktionen)
- PayPal oder andere akzeptierte Methoden
- Verwendungszweck (oft die Rechnungsnummer)
14. Zahlungsbedingungen und Verzugszinsen
Legen Sie Ihre Verzugsregelung fest. Zum Beispiel: "Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 1,5 % pro Monat berechnet."
15. Hinweise (optional)
Zusätzliche Informationen: Dankesnachricht, Projektreferenzcodes oder besondere Anweisungen.
Häufige Fehler vermeiden
- Kein Fälligkeitsdatum — Kunden zahlen, wann es ihnen passt
- Unklare Leistungsbeschreibungen — verursacht Streitigkeiten und verzögerte Genehmigungen
- Falscher Kundenname — deren Buchhaltungssystem lehnt es möglicherweise ab
- Keine Zahlungsmethode — Sie würden staunen, wie oft das vergessen wird
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